27.10.2010
Wir fuhren zum Ketetahi-Parkplatz... von dort aus starteten wir die Tour: TongariroCrossing, ein sehr bekannter Track. Man wandert einen Vulkan hinauf und sieht unterwegs türkis-blaue Seen... das soll beeindruckend sein. Von 2 Menschen wurde uns erklärt, dass es bis zum Gipfel 3h, zu den Seen 2h Gehzeit sei!
Wir liefen durch einen Wald, entlang eines Baches, der aus heißen Quellen im Berg entspringt. Oberhalb der Baumgrenze machten wir eine lange Pause auf ´nem Bänkle in der Sonne. Es ging weiter bergauf und es schien kein Ende zu nehmen... Erst beschlossen wir nur zu den Seen zu laufen, dann beschlossen wir, dass wir umdrehen mussten: uns würde ansonsten die Kraft ausgehen und wir hätten keine Zeit mehr weiterzufahren (Ziel in den nächsten Tagen: New Plymouth für Leas Geburtstag am Strand).
Beim Runterlaufen wussten wir, dass wir die richtige Entscheiung getroffen hatten... die Wanderung hatte uns für hute echt gereicht! Und als wir unten nochmals auf die Tafel zu den Wanderwegen schauten, kam uns alles vor wie ein Joke: zum Gipfel soll es laut dieser Tafel über 5h dauern...
Auf unserem Weg fuhren wir mehrere Stunden über den kompletten "forgotten world Highway". Bevor man diesen befährt ist ein Warnschild zu lesen: "keine Tankstelle die nächsten 150km"! Wir schmunzelten über diese Info.
Am Anfang waren wir beide noch ganz begeistert... man fährt durch grüne Täler mit unendlich vielen Schafen (jetzt haben wir echt mal die neuseeländischen Schafe gesehen!!). Irgendwann wechselt die Landschaft zu einer Schlucht mit Urwald. Jetzt ist der HIGHWAY :) nur noch eine Schotterstraße mit einer Gesamtbreite von "einer deutschen" Spur :). Eine Stunde lang kommt einem kein Auto entgegen, man sieht keine Häuser mehr. Es scheint tatsächlich eine vergessen Welt zu sein! Nach einer Weile wurde es uns beiden dann aber doch zu viel Einsamkeit und Tal! Wir wollten nur noch raus aus diesem Urwald und wieder einen Überblick über das Umland haben.
Wir sahen nach einer Kurve den Gipfel des Mont Taranaki/Egmont. Mit jeder Biegung konnten wir mehr sehn und wir kamen langsam aus dem Tal. Auch sahen wir wieder Zivilisation. Nicht beabsichtigt klopften wir an einem Milchhof. Uns wurde sofort eine Dusche angeboten. Als wir uns bei einem Tässchen Tee mit den Gastgebern unterhielten, konnten wir in deren Riesenfenster den gesamten Berg im Sonnenuntergang sehen - wunderschön!!
Wir fuhren auf eine Kuhwiese und erwärmten unsere Reste zum Abendessen.
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