23.01.2011
Als wir aufstanden waren unsere Gastgeber schon im ganzen Dorf unterwegs, denn die Wasserversorgung funktionierte nicht. Die ganze Gemeinde wird über eine Quelle versorgt. Die Wassertanks stehen am Berg, dort schaute unser Gastgeber nach dem Problem. Wir saßen solange mit der Frau im Haus, aßen Toast und redeten bis der Wasserhahn wieder Wasser hergab. Zwischenzeitlich hatten wir ein Pferd, das sich auf der Strasse verirrt hatte und auf irgendeine Wiese geflohen war, auf dieser Wiese "eingesperrt" bis sich der Besitzer inden würde.
Das Wasser ging wieder...
Unsere Gastgeberin wollte, dass wir noch eine weitere Nacht bleiben. Sie "befahl" ihrem Partner uns mit einem Braten zu versorgen solange sie im Geschäft sei. Der holzbeheizte Herd wurde angefeuert und der Lammbraten in den Ofen geschoben...
Wir verbrachten einen Tag in der Sonne. Auf der Hollywoodschaukel/im Gras bräunten wir uns, während wir lasen/häkelten.
Zum dinner gabs Braten mit Gemüse und "crumble" zum Nachtisch -lecker! Das war mal wieder eine Abwechslung zu: Kartoffel, Reis, Nudeln mit ...Karottengemüse oder - salat :)
Wir besuchte noch einmal den Aprikosenbaum und setzten uns dann ins Haus zu unseren Gastgebern. Ziemlich früh verschwanden wir in unser eigenes kleines Heim! :)
22.01.2011
Auf dem Weg aus JacksonBay heraus kreuzten Pinguine die Strasse. Sie schienen überhaupt nict davon beeindruckt zu sein, dass ein Auto angefahren kommt. Erst als wir ein paar Photos geschossen hatten bewegten sie sich langsam von der Starsse.
Lea wunderte sich, warum das Lenkrad so sehr nach links zog. Wir hielten an: platter Reifen vorne links - der hatte schon ein paarmal etwas Luft verloren, doch jetzt war er platt.
Wir kruschtelten Wagenheber und Radkreuz unterm Bett hervor und holten das Ersatzrad. Laura holte Steine und baute Türmchen unterm Radkreuz um durch Rückwärtsrollen des Fahrzeugs soviel Druck aufzubauen, dass sich die Radmuttern lösen würden. Leichter gesagt als getan!!! Die Steintürme fielen um, das Radkreuz rutschte ab... Es dauerte eine halbe Ewigkeit, bis wir die Mutter lose hatten. Lea kurbelte den Wagenheber hoch und wir wechselten das Rad. Dann setzten wir uns an unseren Tisch - direkt an der Strasse - und frühstückten in der Sonne. Danach liessen wir das Auto wieder ab und Lea zog die Muttern nach. Ein Van hielt an. Der Fahrer zog die Schrauben nochmals nach und half uns den platten Reifen zu verstauen.
Da wir schonmal an einem trockenen, sanflyfreien Platz waren räumten wir so ziemlich das ganze Auto aus. Dann wurde es Photographiert. Wir müssen eben doch schon langsam an den Verkauf denken und uns darauf vorbereiten unseren Van ins Internet zu stellen :(
In HaastBeach checkten wir die Luft der Reifen und tankten. Dann kauften wir in Haast das Allernötigste - mehr kann man sich dort nicht leisten, da müssten wir schon warten, bis wir in eine Stadt kämen!
An einem Rastplatz hielten wir an und machten eine Lunchpause. Wir füllten unser Trinkwasser nach, spülten und wushen. Man muss das nutzen, wenn man Wasser zur Verfügung hat ;)!
Die Landschaft wurde anders: bergig, weniger bewachsen, beeindruckend! In Macarora bogen wir in ein kleines friedliches Strässchen ab. Am ersten Haus waren wir gleich willkommen. Wir liefen die kleine Strasse einmal hoch und wieder runter und aßen unterwegs ein paar Aprikosen, die vom Baum gefallen waren. So gute Aprikosen hatten wir beide wahrscheinlich noch nie gegessen :)
Wir gingen zum Van und machten es uns dort gemütlich. Der Hausherr kam raus und lud uns auf eine dusche ein - wie kann man so ein Angebot abschlagen! ;)
Wir kamen mit unserem Host ins Gespräch und blieben nach der Dusche noch eine ganze Weile aufm Sofa sitzen. Die Partnerin akm von der Arbeit heim und war ganz begeistert von uns. Sie lud uns gleich auf ein Frühstück für den nächsten Morgen ein - das war so toll für uns! Wir hatten mal wieder am richtigen Haus gefragt :)
21.01.2011
Hallo Muskelkater!!!
Beim Rauskriechen aus Schlafsack und Van spürt man, nach solch einer Wanderung, wo man überall Muskeln hat :)
Unsere erste Tat: Ukulele üben. Mit Beginn des Regens waren wir dann auch mim Frühstück fertig.
Wir bogen ab nach Jackson Bay (50km in Richtung NICHTS). Nach der Luft in den Reifen, so Laura, könnten wir auch auf der Rückfahrt am nächsten Tag schauen. Es war beeindruckend die gerade Strasse mitten durch den Wald zu fahren. Wir sahen kaum Autos, wenige Motorräder.
JacksonBay ist mini. Hier gibt es eine Fisch-/Hummerfabrik, jede Menge private Fischer und ein kleines Restaurant, ansonsten ist es hier einfach nur schön.
Auf einem Parkplatz direkt am Meer stand ein Camper. Wir fragten, als uns das Päärchen versicherte hier über nacht zu stehen, stellten wir uns dazu. SANDFLIES! Wir gingen etwas spazieren, denn man kann sich nur im Freien aufhalten, wenn man sich auch bewegt. Das war lustig. Mit Muskelkater und ohne Schuhe (wegen Blasen) humpelten wir zum Strand und zurück.
Nachm Kochen war nur nch eine geringen Menge unseres Wasservorrats vorhanden. Am nächsten Tag MÜSSTEN wir uns um Nachschub kümmern!
18.01.2011
Nach einem Rührei gings wieder ans Laufen. Schon blöd, denn heute regnete es echt in Strömen. Wir liessen uns nicht davon abhalten und liefen eine ganze Weile. Als wir am Auto ankamen war alles patschnass. Wir verstauten tropfenden Jacken und die vor Wasser schweren Schuhe im Auto.
In Ross - es regnete immernoch - hielten wir bei einem Honigladen an. Der Verkäufer wollte uns gar nicht mehr gehen lassen... Er lud uns auf einen Tee/Kaffee ein. Als wir gerade die selbstgebackenen Kekse seiner Frau aßen kam diese. Wir saßen eine ganze Weile mit ihnen in ihrer Küche und redeten. Als wir erzählten, dass wir uns am Tag zuvor jeder eine Ukulele gekauft hatten organisierte der Mann gleich etwas für uns. Wir liessen uns noch
das Keksrezept geben ;) und fuhren dann zum Jadeschleifer des Dorfes. Er ist Gitarrist und würde uns etwas helfen.
Er zeigte uns einige Dinge uf unseren Instrumenten und erklärte uns viel. Wir waren ganz begeistert, dass wir diese Möglichkeit hatten.
In Ross gabelten wir einen französischen Tramper auf. Wir hielten in HariHari - dem nächsten Dorf - liessen ihn aussteigen und suchten nach einem Haus vor dem wir parken könnten. Am ersten Haus bekamen wir ein Plätzchen
unter der Scheune angeboten. Das war perfekt, denn wir konnten unsere nassen Sachen dort aufhängen.
Als wir schon eine Weile auf unserem Platz standen und es immernoch nicht aufgehört hatte zu regnen sahen wir den "Bach". Er war zu einem Fluss gewachsen und schien bald die ganze Gegend zu überschwemmen. Da machten wir uns dann doch etwas Sorgen. Wir liefen zum Haus und fragten, ob die Bewohner schonmal irgendwelche Probleme mit
Hochwasser gehabt hätten. Der Mann versicherte, dass wir hier sicher wären. Er und seine Frau würden jetzt seit über 80Jahren in dieser Strasse leben und es sei noch nie etwas überschwemmt worden - das war eine klare Aussage.
Wir wurden auf Tee, Kuchen und Kekse eingeladen und die Frau spielte uns ein paar Stückle aufm Klavier vor. Dann begannen die beiden zu kruschteln, sie wollten uns die "disc" zeigen auf der das "german girl" singt. Als sie die DVD gefunden und eingelegt hatten, mussten wir beide echt lachen. Wir saßen in einem neuseeländischen Wohnzimmer in einem Minidorf und durften uns Andrea Berg anschauen/-hören... :)
19.01.2011
Der Bach war über Nacht tatsächlich wieder zu einem Bach geworden. Das Wtter war noch wechselhaft. Trotzdem fuhren wir zu einem Walk in der Nähe. Wir hatten Glück, die Sonne schien. Durch bush liefen wir entlang eines Flusses, dem man den Rgen des letzten Tages noch ansehen konnte. Der Weg war toll, doch wir mussten immer mehr große Matschpfützen überwinden. Irgenwann war es uns unmöglich weiterzukommen - wir drehten um. Uns kamen 3 "locals" entgegen, die - gewusst wie! - Gummistiefel anhatten.
Wir fuhren weiter. An einem Rastplatz hielten wir und Lea kochte uns Nudeln.
Fanz Josef ist ein Minidorf, das ausschliesslich von Tousimus zu leben scheint. Hier gibt es nur Cafés, Informationscenter, einen überteuerten Minisupermarkt (in dem man einzelne Teebeutel kafen kann!!) und jede Menge Gletscherattraktionen. Man kann den Gletscher (heisst auch Franz Josef) mit einer Tour bewandern, mim Heli überfliegen oder mim Flgzeug auf ihm landen...
Uns erschlug das alles. Wir kauften im touristenüberfüllten Supermarkt ein paar Lebensmittel, denn wir wollten am nächsten Tag eine größere Tour machen. Dann gings ans Klopfen. Die Leute wollten das nicht, doch ein Mann empfohl uns einfach im Neubaugebiet zu parken, da seien wir sicher. Wir fuhren an die Einfahrt zu einem Bauplatz und parkten dort. Es war ein ruhiger Platz, an dem wir uns sicher fühlten!
20.01.2011
Am Einstieg zum "RobertsPointTrack" aßen wir unser Müsli und machten unser Vesper für die Tour bereit. Zu Beginn dachten wir, es würde sich um einen leichten Walk handeln. Wir liefen über eine Hängebrücke und überquerten ein paar Gletscherbäche/-flüsse. Es ging durch einen Regenwald, überall war Moos - voll schön!
Irgendwann wurde es etwas spannender, die ersten Kletterpassagen kamen. Es wurde immer steiler und wir mussten
immermehr unsere Hände zum Klettern mitbenutzen. Die Felsstücke, die wir zu überwinden hatten, waren glitschig und moosig. Wir spürten, wie uns dieser Weg Kraft kostete und wussten, dass die nächsten Tage Muskelkater folgen würde :). Bei einer Trinkpause konnte Lea schon den Gletscher zwischen den Bäumen durchleuchten sehen - es konnte nicht mehr weit sein. Laura schätzte, dass es sich noch um eine halbe Stunde handeln würde. Wir standen auf, liefne um die Kurve und Lea brach in lautes Gelächter aus: wir waren am RobertsPoint! :) Es ist ein kleiner Punkt mit einer Picknickbank - umgeben von bush. Von hier aus sieht man einen ziemlich grossen Teil des Gletschers.
Wir waren stolz auf uns, hier sitzen zu können und holten unser Vesper raus. Das Brot war leider ungeniessbar. Es war nicht mal durchgebacken, also beschränkte sich unser Vesper auf Obst, Karotten und ein paar Nüsse.
Hier waren jetzt mal wirklich wenige Touristen! Diesen "track" scheinen sich nicht viele anzutun - das freute uns.
Der Wg nach unten war, wie vermutet, schwerer zu meistern. Es ging die selbe Strecke zurück, das heisst wir kletterten die selben Felsen RUNTER, die wir zuvor hochgeklettert waren. Es war anstrengend, aber aufregend. Der Weg nach unten ging ziemlich viel schneller.
Mit schwachen Beinen und einigen Blasen kamen wir am Auto nach 6h Laufen an.
In FoxGacier - fast so touristisch, wie die vorherige Gletscherstadt - waren die Leute nicht dazu berechtigt Touristen im Garten parken zu lassen.
Bei einer Farm - mit Heli im Garten! - durften wir uns zur Scheune stellen. Die Frau empfahl uns das Wasser ausm Bach zu benutzen. Wir spülten mit Wasser ausm Bach und kochten. Nachm Essen waren wir so fertig, dass wir einfach einschliefen...













































