18.01.2011
Nach einem Rührei gings wieder ans Laufen. Schon blöd, denn heute regnete es echt in Strömen. Wir liessen uns nicht davon abhalten und liefen eine ganze Weile. Als wir am Auto ankamen war alles patschnass. Wir verstauten tropfenden Jacken und die vor Wasser schweren Schuhe im Auto.
In Ross - es regnete immernoch - hielten wir bei einem Honigladen an. Der Verkäufer wollte uns gar nicht mehr gehen lassen... Er lud uns auf einen Tee/Kaffee ein. Als wir gerade die selbstgebackenen Kekse seiner Frau aßen kam diese. Wir saßen eine ganze Weile mit ihnen in ihrer Küche und redeten. Als wir erzählten, dass wir uns am Tag zuvor jeder eine Ukulele gekauft hatten organisierte der Mann gleich etwas für uns. Wir liessen uns noch
das Keksrezept geben ;) und fuhren dann zum Jadeschleifer des Dorfes. Er ist Gitarrist und würde uns etwas helfen.
Er zeigte uns einige Dinge uf unseren Instrumenten und erklärte uns viel. Wir waren ganz begeistert, dass wir diese Möglichkeit hatten.
In Ross gabelten wir einen französischen Tramper auf. Wir hielten in HariHari - dem nächsten Dorf - liessen ihn aussteigen und suchten nach einem Haus vor dem wir parken könnten. Am ersten Haus bekamen wir ein Plätzchen
unter der Scheune angeboten. Das war perfekt, denn wir konnten unsere nassen Sachen dort aufhängen.
Als wir schon eine Weile auf unserem Platz standen und es immernoch nicht aufgehört hatte zu regnen sahen wir den "Bach". Er war zu einem Fluss gewachsen und schien bald die ganze Gegend zu überschwemmen. Da machten wir uns dann doch etwas Sorgen. Wir liefen zum Haus und fragten, ob die Bewohner schonmal irgendwelche Probleme mit
Hochwasser gehabt hätten. Der Mann versicherte, dass wir hier sicher wären. Er und seine Frau würden jetzt seit über 80Jahren in dieser Strasse leben und es sei noch nie etwas überschwemmt worden - das war eine klare Aussage.
Wir wurden auf Tee, Kuchen und Kekse eingeladen und die Frau spielte uns ein paar Stückle aufm Klavier vor. Dann begannen die beiden zu kruschteln, sie wollten uns die "disc" zeigen auf der das "german girl" singt. Als sie die DVD gefunden und eingelegt hatten, mussten wir beide echt lachen. Wir saßen in einem neuseeländischen Wohnzimmer in einem Minidorf und durften uns Andrea Berg anschauen/-hören... :)
19.01.2011
Der Bach war über Nacht tatsächlich wieder zu einem Bach geworden. Das Wtter war noch wechselhaft. Trotzdem fuhren wir zu einem Walk in der Nähe. Wir hatten Glück, die Sonne schien. Durch bush liefen wir entlang eines Flusses, dem man den Rgen des letzten Tages noch ansehen konnte. Der Weg war toll, doch wir mussten immer mehr große Matschpfützen überwinden. Irgenwann war es uns unmöglich weiterzukommen - wir drehten um. Uns kamen 3 "locals" entgegen, die - gewusst wie! - Gummistiefel anhatten.
Wir fuhren weiter. An einem Rastplatz hielten wir und Lea kochte uns Nudeln.
Fanz Josef ist ein Minidorf, das ausschliesslich von Tousimus zu leben scheint. Hier gibt es nur Cafés, Informationscenter, einen überteuerten Minisupermarkt (in dem man einzelne Teebeutel kafen kann!!) und jede Menge Gletscherattraktionen. Man kann den Gletscher (heisst auch Franz Josef) mit einer Tour bewandern, mim Heli überfliegen oder mim Flgzeug auf ihm landen...
Uns erschlug das alles. Wir kauften im touristenüberfüllten Supermarkt ein paar Lebensmittel, denn wir wollten am nächsten Tag eine größere Tour machen. Dann gings ans Klopfen. Die Leute wollten das nicht, doch ein Mann empfohl uns einfach im Neubaugebiet zu parken, da seien wir sicher. Wir fuhren an die Einfahrt zu einem Bauplatz und parkten dort. Es war ein ruhiger Platz, an dem wir uns sicher fühlten!
20.01.2011
Am Einstieg zum "RobertsPointTrack" aßen wir unser Müsli und machten unser Vesper für die Tour bereit. Zu Beginn dachten wir, es würde sich um einen leichten Walk handeln. Wir liefen über eine Hängebrücke und überquerten ein paar Gletscherbäche/-flüsse. Es ging durch einen Regenwald, überall war Moos - voll schön!
Irgendwann wurde es etwas spannender, die ersten Kletterpassagen kamen. Es wurde immer steiler und wir mussten
immermehr unsere Hände zum Klettern mitbenutzen. Die Felsstücke, die wir zu überwinden hatten, waren glitschig und moosig. Wir spürten, wie uns dieser Weg Kraft kostete und wussten, dass die nächsten Tage Muskelkater folgen würde :). Bei einer Trinkpause konnte Lea schon den Gletscher zwischen den Bäumen durchleuchten sehen - es konnte nicht mehr weit sein. Laura schätzte, dass es sich noch um eine halbe Stunde handeln würde. Wir standen auf, liefne um die Kurve und Lea brach in lautes Gelächter aus: wir waren am RobertsPoint! :) Es ist ein kleiner Punkt mit einer Picknickbank - umgeben von bush. Von hier aus sieht man einen ziemlich grossen Teil des Gletschers.
Wir waren stolz auf uns, hier sitzen zu können und holten unser Vesper raus. Das Brot war leider ungeniessbar. Es war nicht mal durchgebacken, also beschränkte sich unser Vesper auf Obst, Karotten und ein paar Nüsse.
Hier waren jetzt mal wirklich wenige Touristen! Diesen "track" scheinen sich nicht viele anzutun - das freute uns.
Der Wg nach unten war, wie vermutet, schwerer zu meistern. Es ging die selbe Strecke zurück, das heisst wir kletterten die selben Felsen RUNTER, die wir zuvor hochgeklettert waren. Es war anstrengend, aber aufregend. Der Weg nach unten ging ziemlich viel schneller.
Mit schwachen Beinen und einigen Blasen kamen wir am Auto nach 6h Laufen an.
In FoxGacier - fast so touristisch, wie die vorherige Gletscherstadt - waren die Leute nicht dazu berechtigt Touristen im Garten parken zu lassen.
Bei einer Farm - mit Heli im Garten! - durften wir uns zur Scheune stellen. Die Frau empfahl uns das Wasser ausm Bach zu benutzen. Wir spülten mit Wasser ausm Bach und kochten. Nachm Essen waren wir so fertig, dass wir einfach einschliefen...
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